weiter Gärtnern mit dem phänologischen Kalender

Liebe Gartenfreunde,
auch wenn heute, am Freitag, den 10. Mai das Wetter nicht gerade besonders toll ist, so lässt sich doch eines nicht übersehen: Die Apfelbaumblüte lässt sich nicht mehr aufhalten!
Das heißt, der berühmte „Vollfrühling“ hat es (Eisheilige hin oder her) bis in unsere Gärten geschafft. Dieser Zeitpunkt (Apfelbaumblüte) ist nun der richtige um folgende Gartenarbeiten in Angriff nehmen zu können:

– die überwinterten Kübelpflanzen sollten jetzt (falls noch nicht geschehen) rasch ins Freie und müssen in neue Erde umgetopft, zumindest müssen sie gedüngt werden,

– die sommerbblühenden Zwiebelpflanzen wie Kalla, Dahlien, Freesien und Gladiolen, können in den Boden.

– Unsere gipfelstürmenden Kletterpflanzen brauchen jetzt dringend Unterstützung. Clematis, Wicken und Kiwi benötigen Kletterhilfen an denen die frischen Triebe fixiert werden können.

– „Höchste Eisenbahn“ ist es auch, den Blauregen radikal zurückzuschneiden; um so reicher wird er blühen.

– Die Blütenpracht von Forsythien, Mandelbäumchen, Schneeball & Co ist vorbei, diese müssen jetzt zurückgeschnitten werden, damit sie im Sommer ihre Blütenknospen anlegen können um im nächsten Frühling wieder herrlich zu blühen.

– Beim Flieder sollten lediglich die verblühten Rispen an ihrem Ansatz am ersten Seitentrieb ausschneiden. Darunter befindensich die Neutriebe wo sich die Blütenknospen für das nächste Jahr bilden.

– Samthortensien werden jetzt geschnitten,

-zu groß gewordene Stauden können geteilt werden. Es findet sich bestimmt ein dankbarer Nachbar, der die andere Hälfte gern bei sich weiter wachsen lässt.

– Bei veredelten Ziergehölzen wie Korkenzieherhasel, Zaubernuss, Rosen, Zierkirschen, Spindelstrauch usw. gibt es oft Wildtriebe, die konsequent und möglichst tief entfernt werden müssen.

Jetzt herrscht auch Hochbetrieb im Gemüse- und Küchengarten. Denn jetzt können viele frostempfindliche Sorten, z. B.

– Buschbohnen, Gurken, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi usw. ins Beet gesät werden.
– Auch Kräuter wie Dill, Schnittlauch, Kerbel und Petersilie können jetzt ausgesät werden.

Wer es aber gleich und sofort bunt und blühend haben möchte, der kann jedes Gartencenter stürmen und wagenweise vorgezogene Blumen „wegschleppen“ und einpflanzen, denn mit Bodenfrösten, sagen die „Wetterfrösche“, ist dieses Jahr während der Eisheiligen nicht zu rechnen.
In diesem Sinne wünsche ich einen kunterbunten Start in’s Gartenjahr unseres wirklich schönen Vereins.
Ihre „phänologische“ Gärtnerin

Kommentare sind geschlossen.